Dienstag, 12. Juli 2016
Latzhose - Keep on swinging!
Swing, nicht nur Musik - eine figurbetonte, aber angezogene Mode: so würde ich diese zumindest beschreiben. Neben der Musikbegeisterung für Swing entwickelte sich damals relativ schnell eine eigene herausstechende Mode, angelehnt an die damaligen englischen Filme. Aufwendige Frisuren und Make-up, Schuhe mit Kreppsohlen, Anzüge, Krawatten, Hosen mit weit ausgestelltem Bein (Männer) und Matrosenhosen (Frauen)….
Eine abgewandelte Form der Hosen habe ich die Tage durch Zufall gefunden, geschnitten nur auf dreiviertel der Länge. Besonders die Farbe hat mir gefallen, ich bevorzuge ausgewaschene matte Farben. Gewöhnungsbedürftig wird für Einige, zumindest für die „Neuen“ in der Szene, der ausgestellte Schlag sein, der aber gerade beim Tanzen sehr schön swingt (sich bewegt). Um das Ganzen ein Wenig mexikanisch wirken zu lassen, habe ich dazu eine Oberteil mit … kombiniert. Die Hose sollte zwar das Highlight bilden, aber nicht herausstechen oder durch zu viel Farbe konträr wirken.
Am besten gefallen mir enge, bzw. figurbetonte, Oberteile zu den doch relativ weit ausgestellten Hosen. Gerade bei schlanken Frauen kann dies sonst schnell nach Kartoffelsack aussehen. Toll dazu passen, gerade an kälteren Tagen, eine Blouson-Jacke (Bomberjacken) oder ein gerade geschnittener Mantel. Taillenbetonte Mäntel würde ich nicht kombinieren, da dies schnell den Gesamteindruck minimiert, heißt die Proportionen werden optisch gebrochen. Das kann aber jeder für sich entscheiden, Geschmäcker sind verschieden und es gibt keine Norm, wer was tragen kann, darf oder soll. Hauptsache ihr fühlt euch wohl und habt Spaß an Mode. :)
Donnerstag, 30. Juni 2016
Mexikanisches Maxi-Kleid.
Ich bin ja, wie viele andere auch, momentan sehr Mexiko fixiert. Diese bunten Farben, Muster und Schnitte haben es mir einfach angetan. Irgendwann werde ich auch mal dahin reisen…
Aktuell ein schöner Trend, wie ich finde. In jeglichen Kollektionen kommen diese Schnitte und Muster vor - dieser Sommer wird farbenfroh.
Da ich ja bekennender H&M Käufer bin und mir vollkommen egal ist, ob das jetzt nun authentisch erlaubt ist oder nicht, zeige ich euch heute mal meine aktuelle Errungenschaft. Eigentlich trage ich nur Röcke oder Kleider, welche mir bis zum Knie gehen, habe mich aber für ein langes, leicht fallendes Kleid, entschieden.
Aufgrund meiner hellen Hautfarbe stehen mir intensive kräftige Farben besser, die lassen mich nicht so blass wirken. Dementsprechend habe ich mich für ein dunkelblaues Kleid, mit roten Mustern, entschieden. Um dem Kleid als Hauptakteur nicht die Wirkung zu nehmen, habe ich die Accessoires und Tasche in einem Mattschwarz gewählt. Nur eine süße Kaktus-Brosche in grün durfte sich als Farbklecks dazu gesellen, immerhin steht der Kaktus für Mexiko pur. ;)
Sonntag, 8. Mai 2016
Rockabilly-Subkultur # 2: Hepcat, Hipster & Jiver
"Hipster“, was hat das mit Vintage zu tun, fragen sich jetzt bestimmt einige?!
Dier Begriff "Hipster" stammt ursprünglich aus den 40er Jahren. Dieser bezeichnete Liebhaber von Jazz, insbesondere Bebop , welche in den frühen 40er Jahren populär wurden. Das hat mit dem heutigen Modetrend „Hipster" überhaupt nichts zu tun. Hipster definierten sich selbst über die Eigenschaft der „Hipness". Außenstehende empfanden daher früher einen Hipster als „Spießer“, also konventionell und konservativ, was nicht völlig verständlich war, da gerade diese ein sehr turbulentes Leben führten.
„Hipness is not a state of mind, it’s a fact of life.“
HEPCAT
Ursprünglich die Selbstbezeichnung für jugendlichen Swing-Fans in den1930ern. "Hep" bedeutet übersetzt „Hüfte“ – bezogen auf den Hüftschwung. "Hip" steht umgangssprachlich dafür, neue Trends zusetzen. "Cat" war damals eine Bezeichnung für Musiker untereinander, damit wird auch ein "Typ" oder "Kerl" bezeichnet.
JIVE
Auch umgangssprachlich "jiven" genannt, ist nichts anderes, wie eine vereinfachte Version vom Lindy Hop. Jive basiert auf einen einfachen Grundschritt von 4 Schlägen, daher ist er leicht zu erlernen, sieht cool aus und macht eine Menge Spaß. Wenn man Jivetänzer beobachtet, scheint es so, als würden diese viel hüpfen. Tatsächlich bleibt aber der Kopf, während des gesamten Tanzes, auf einer Höhe – dieses nennt man „bouncen“. Weitverbreitet ist eine pumpende Führungshand. Jive wird zu mittlerer und schneller Musik getanzt. Er hat viele Anhänger in der Rockabilly- und Rock’n’Roll-Szene auf der ganzen Welt. Die Basis für die Dame ist ein Rock Step und für den Mann ein Side Tap - rückwärts und vorwärts im Wechselschritt.
Kleidung: Hepcats und Jiver legten einen besonderen Wert auf eine gepflegte Garderobe und grenzten sich bewusst von den “schmuddligen” Rockern, wie z.B. den Greasern, ab.
Das hat sich bis heute kaum geändert. Nicht nur Hepcat gilt heute, auch die Bezeichnung „Authentic“ wird oft ins Spiel gebracht, wer jetzt nun der bessere Rock’n’Roller ist, da die meisten Hepcats nur originale 1950s Klamotten tragen, in einer Wohnung leben, die original so eingerichtet ist und nur Musik von originalen Platten hören… Teilweise nimmt dies abstruse Züge an. Ich lebe das auch sehr „authentisch“, aber eben nicht fanatisch.
LEBENSEINSTELLUNG:
Der Hipster nahm den Lebensstil des Jazz –Musikers an, von der Sprache, den Slang, bis einschließlich der entspannten Haltung zum Leben. Ein sarkastischer Humor, selbst auferlegte Armut und entspannte sexuelle Codes gehörten zu dem Leben als Hipster. Einige schreiben auch davon, dass Hipster ständig Cannabis und anderen Drogen zu sich genommen haben, bestätigt wurde dies aber nicht.
Donnerstag, 28. April 2016
Mexikanisches Gelb im Bommelfieber.
Frühling ist definitiv meine Jahreszeit. Langsam erblühen die Schönheiten der Natur, die Sonne erstrahlt endlich wieder und die Menschen um uns herum werden freundlicher.
Grund genug wieder Farben und Muster zu tragen. Ich habe mich für ein Gelb entschieden, da die Farbe bei mir Kraft, Erleuchtung, Kreativität und Helligkeit auslöst. Leider wird die Farbe bei uns selten getragen. Bei vielen ist sie relativ unbeliebt und wird nur selten zur Lieblingsfarbe auserkoren, da sie oft mit Neid, Verrat und Feigheit in Verbindung gebracht wird. Dennoch, für mich ist Gelb eine warme positive Farbe, weil ich damit etwa Mexiko, Sonne und Licht assoziiere. In Mexiko werden zu Allerheiligen, wenn die Toten zurückkehren, die Wege mit gelben Blumen geschmückt, weil man glaubt, dass die Toten die Farbe Gelb am Besten sehen können. Ein berechtigter Grund dieser Farbe Gelb etwas Positives abzugewinnen.
Passend zum mexikanischen Frühling, habe ich mich für die Farbkombination Schwarz-Gelb entschieden. Die Kunst dabei, die Farbe so zu verbinden, dass man nicht wie eine Biene oder ein BVB-Fan wirkt.
Vor einigen Jahren hatte ich mir mal eine schlichte schwarze Korsage gekauft. Gefiel mir im Nachgang dann doch nicht, also lag sie nun die letzten Jahre einsam und ungetragen im Schrank. Wie es der Zufall wollte, fand ich bei einem Shopping-Bummel eine tolle gelbe Bommelborte. Diese habe ich einfach per Hand auf meine langweilige Korsage genäht. Herausgekommen ist ein tolles Schmuckstück, wie ich finde, ein kleines Unikat.
Um den Bommeln nicht die Schau zu stehlen, habe ich mich beim restlichen Outfit bedeckt gehalten: Eine klassisch schwarze Swinghose mit braunem Gürtel und Budapester Schuhen. Auch übermäßigen Schmuck habe ich weggelassen, da es mir mit den Bommeln zu überladen gewesen wäre.
FRISUR
Diese ist relativ klassisch gestaltet mit einem mexikanischen Flair, aber nicht zu aufwändig, so dass es mit meinem Outfit korrespondiert. Meinen Pony habe ich seitlich nach außen geföhnt, mir ein Tuch im Turban-Look eingedreht und die Seiten zu einem Zopf gebunden. Für ein kleines unauffälliges Highlight habe ich durch ein seitliches Röllchen gesorgt.
Verwendete Pomade: Mutant - Blaubeere, Sin In A Thin - Mrs. Smee
Mindestens ein gelbes Kleidungsstück gehört in jeden Kleiderschrank. Traut euch einfach! Seid mutig und kreativ, probiert es einfach aus. Zu Gelb passen sehr viele tolle Farben, besonders mag ich Kombinationen mit Erd- oder Beerentöne.
Sonntag, 24. April 2016
Rockabilly-Subkultur # 1: Greaser
In der Rockabilly-Szene wird in verschiedenen Subkulturen kategorisiert. Da gibt es zum Beispiel sogenannte "Greaser“ - dem ein oder anderen sagt das jetzt bestimmt etwas. Es gibt einen tollen Film, der diese Subkultur recht anschaulich beschreibt, namens „Grease“. Auch „Cry Baby“ geht enorm in die Greaser-Richtung.
Aber, was ist überhaupt ein Greaser?
Enstanden ist diese Subkultur in den 40er- 50er Jahren. Im Grunde sind es Jugendliche gewesen, die früher wenig Geld hatten und gehörten deswegen zur Mittelklasse – das sogenannte Arbeitervolk. Die Kleidung ist recht simpel gehalten, erklärt sich natürlich auch daraus, dass diese keine Mittel besaßen sich modische Kleidung zu leisten.
GREASER BOY
Frisur: Ein Greaser trägt seine Haare eher lang und wild, man wird keinen Greaser finden, der eine klassisch strenge Frisur hat. Aufgrund ihrer gefetteten Frisur, die mit Pomade an Ort und Stelle gehalten wurde, hat man sie oft "Schmierer" genannt. Einige typische Frisuren sind die sogenannte Pompadour, die Ente in den Arsch, S-Curls, Fingerwelle oder Afros und natürlich der nach hinten gekämmten "Folsom". James Dean trägt zum Beispiel eine Greaser-Frisur.
Kleidung: Ausgestattet mit einem T-Shirts in weiß oder schwarz (die man in der Hose steckte), Tennisschuhe oder Stiefel und einer ganz normale Jeans, welche nach oben gekrempelt wurde (mit aufgerollten Enden von einem bis vier Zoll), ist man schon fast ein waschechter Greaser. Doch fehlt das Erkennungszeichen schlechthin: die Lederjacke, die durch die Piloten im Zweiten Weltkrieg populär wurden. Diese diente als Erkennungszeichen, welcher Gang man angehörte, indem auf dem Rücken oder an der Front Aufnäher sowie Aufdrucke angebracht wurden. Die Lederjacke markierte einen Greaser als gewagten und abenteuerlichen jungen Mann, der alles haben konnte – ihm gehörte die Welt.
1.) Shirts: Ringer-Shirts , Italienischen Strick-Shirts, Baseball -Shirts, Bowling- Shirts
2.) Jacken: Lederjacken, Westen, Blousons
3.) Hosen: schwarz oder blaue Jeans, ausgebeulte Arbeitshose aus Baumwolle , schwarze Lederhosen
4.) Schuhe: Tennisschuhe, Armeestiefel, Pikes , Bordell Schlingpflanzen (Creepers), Cowboy - Stiefel und Converse Chuck Taylor All-Stars
5.) Accessoires: Bandanas, schwarze Lederhandschuhe, Ketten-Portemonnaies
6.) Kopfbedeckung: Filzhüte, Motorradhelme, Vintage - Lederkappen, geizig Krempe Hüte, flache Kappen
GREASER GIRL
Auch Frauen wurden ein Teil der Greaser Kultur, so Mitte der 50er Jahre. Wie Männer, schlossen sie sich Banden an, die schnelle Autos und Motorräder fuhren. Die Frauen werden oft als Eigentum der männlichen Motorrad -Gang -Mitglieder dargestellt, jedoch beteiligten sich auch Frauen typischerweise an Banden. Kämpften und stritten aber nicht gegen Männer, nur Frauen. Auch hier war das wichtigste Markenzeichen – die Lederjacke, auf der sich die Frauen meist ihre Namen aufbringen ließen.
Frisur: Meistens wurden Bandanas auf den Kopf gebunden und Zopf getragen, auch die männertypischen Frisuren Pompadour gab es bei Frauen oder den bekannten Betty Bangs (Pony).
Kleidung: Auch hier bildet die Basis eine Jeanshose, welche bis zum Knie hochgekrempelt wurde und einen Karotten-Schnitt hatte. Dazu trug man ein Hemd (meist in Karo), das man vorn zusammengebunden hat. Tennisschuhe, Ballerina, Stiefel oder High Heels – hier war fast alles erlaubt, hauptsache hauteng und rebellisch, mit ein bisschen sichtbarer Haut. Auch Röcke wurden hin und wieder getragen, auch hier die Divise: eng muss er sein. Greaser Girls trugen einen sehr weiblichen auffälligen Kleidungsstil, man zeigte was man hatte. Der Fokus wurde auf die Kleidung gelegt, man trug dezente bis kaum vorhandene Accessoires.
1.) Jacken: Lederjacken
2.) Oberteil: Shirts, Carmen-Shirts, Hemden, Strick-Shirts
3.) Hosen: schwarz oder blaue Jeans, ausgebeulte Arbeitshose aus Baumwolle , schwarze Lederhosen
4.) Schuhe: Tennisschuhe, High Heels, Pumps, Ballerina, Converse Chuck Taylor All-Stars
5.) Accessoires: Bandanas, Lederhandschuhe, Halstücher, breite Gürtel
LEBENSEINSTELLUNG
Greaser fuhren gern aufgemotzte Wagen oder Motorräder, traten in Gangs oder Gruppen auf, pöbelten laut herum, waren rebellisch, hatten immer einen coolen Spruch parat und waren nicht anpassungsfähig. Deswegen wurden sie oft als Kriminelle abgestempelt. Bei den Greasern gab es jedoch zwei Regeln: Zusammenhalt und sich nicht erwischen lassen. Kuschelrock fanden sie mega ätzend, dafür hörten sie gern dreckigen Rock’n‘Roll.
Donnerstag, 21. April 2016
Frühjahrsmantel und Rosenchic.
Mein gutes Stück darf sich „True Vintage“ schimpfen, der eine lange Reise bis zu mir in den Kleiderschrank hinter sich hat. Wenn er sprechen könnte, käme so manch Schandtat ans Tageslicht.
Im 19. Jahrhundert entstanden die ersten modernen Mäntel, in der sogenannten Blütezeit der englischen Schneiderkunst. Ich habe euch mal die verschiedenen Formen und Bezeichnungen von Mänteln herausgesucht.
1. Der Paletot: Ein klassischer, leicht taillierter Kamelhaar- oder Schurwollmantel in Beige, Dunkelblau oder Anthrazit. Der ideale Begleiter für alle Tage, ob zum Anzug oder casual gestylt.
2. Der Marinemantel: Dieser superkurze, zweireihige Mantel wird auch Peacoat oder Caban genannt. Zu ihm trägt man Grobstrickpullover und Jeans.
3. Der Carcoat: Länger als eine Jacke und kürzer als ein klassischer Mantel – ein Einreiher in A-Linienform. In den 20ern beliebt bei Cabriofahrten; heute fehlt er in abgewandelter Form in keiner Kollektion. Tadellos für den Slimline-Look.
4. Der Dufflecoat: Die britische Marine machte den späteren Künstlermantel mit den Knebelverschlüssen berühmt, der nach dem belgischen Städtchen Duffel benannt wurde. Am elegantesten sehen dazu Cordhose und Kaschmirrolli aus.
5. Der Chesterfield: Eine Mantelform, die seit dem 19. Jahrhundert immer wieder belebt wird. Der taillierte, knielange Mantel in grauem Fischgratmuster hat einen hohen Reverskragen und eine verdeckte Knopfleiste. Ein klassischer Businessmantel für den Gentleman von heute.
Ohne die Geschichten des Mantels, wäre es kein Mantel. Die mystische Erzählung versteckt im Innenfutter, bald so als würde er immer wieder einen blinden Passagier mit sich herumtragen. Dies verstehen jetzt wahrscheinlich nur bedingt alle, einige sind dafür zu jung – ohne dies abwertend zu meinen. Mäntel sind eher Mangelware und für viele altbacken, man versteckt zu viel. Aber ist nicht gerade dies das Geheimnis? Für mich hat der Mantel nie aufgehört, ein Zeichen zu sein.
Wahrscheinlich liegt es am Mantel selbst, an seiner epischen Größe und daran, dass man ihn gewissermaßen „heiraten“ sollte, immerhin meint er es ernst, er wird und will bleiben. Aus der Modewelt wegzudenken ist er tatsächlich nicht mehr, er dient nahezu als liebevolles Accessoire. Er ist derjenige, der uns am weitesten in die Einsamkeit und Kälte begleitet. Ohne einen Mantel, wären wir oft verloren oder schon erfroren, daran ändern selbst diese neumodischen High-Tech-Bergsteiger-Ausrüstungen nichts. Der Mantel ist Teil unserer Existenz und Geschichte.
Man sollte ihn sinnbildlich als alte würdige Person bezeichnen, die eine Geschichte zu erzählen hat, mit den Jahren etwas grau geworden ist, aber dennoch im Glanze seiner selbst erstrahlt.
Das Rosenkleid habe ich bei Orsay erstanden, da findet man ab und an gute Repro-Stücke. Mir gefällt der etwas aufwändigere Schnitt, gerade im Hüftbereich sitzt es etwas puffiger. Durch die aufgesetzten Spitzenapplikationen wirkt das Kleid sehr elegant – aber nicht zu festlich, um damit nicht auf Arbeit gehen zu können. Da ich dieses Kleid sehr klassisch finde, gefiel mir „Farbe“ dazu nicht, also habe ich Erdtöne gewählt, die so das Kleid optisch unterstützen. Durch den dadurch entstandenen Gesamteindruck und Farbwahl, ergab dies eine Einheit zum Mantel.
Dienstag, 19. April 2016
Jumper - Brombeerfarbe trifft auf Blau.
Jumper – ein über den Kopf zu ziehendes, gestricktes oder gewirktes blusenartiges Kleidungsstück.
Das Wort „Jumper“ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Überzieher“ (to pull = ziehen, over = über). Erst seit etwa 1817 ging der Begriff Pullover in den deutschen Sprachschatz ein.
In den 50er Jahren, wurde bevorzugt minimalistische Mode getragen. Anhand von Recherchen, habe ich vermehrt gelesen, dass gerade ein schwarzer Rollkragenpullover das Markenzeichen der „Szene“ war. Verwundert mich schon ein wenig, da ich das so noch nicht wahrgenommen habe.
Einen Jumper kann man zu allem kombinieren, schon allein, weil die Jumper in den 50ern relativ kurz auf Hüfte geschnitten waren. So sah selbst ein lapidarer Pullover noch elegant und feminine aus. Kein Wunder das so der Jumper ein oft getragenes Kleidungsstück war. Sehr raffiniert finde ich die Gestaltung der Öffnung am Rücken, meist durch Knöpfe oder Reisverschlüsse, da man den Jumper so leichter aus- und angezogen bekommt, ohne sich die Haare zu zerzausen.
Meine Jumper trage ich am liebsten zu Hosen – bevorzugt Jeanshosen. Bei diesem Outfit, gerade, weil ich die Kombination von Brombeerfarbe zu einem dunklen Blau sehr mag. Den Jumper habe ich bei Collectif Clothing erstanden, da kaufe ich mir meist meine Teile, da diese von der Farbe und Form nah am Original aus den 50ern genährt/ hergestellt sind. Mir persönlich gefallen Jumper nicht in Kombination mit Röcken, das ist aber Geschmackssache. Mir fehlt da der adrette aber dennoch erotische Touch.
Hose: H&M, Jumper: Collectif Clothing, Armband & Ohrclips: Brigitte Bijou, Brosche: True Vintage, Schuhe: True Vintage Budapester, Haarblume: selfmade
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